Unser Buch ist da!

Unser Buch ist pünktlich zur – ausgefallenen – Leipziger Buchmesse 2020 erschienen!

Anfänglich hatten wir eine fette Broschüre geplant, nach dem Vorbild der großartigen, dicken Broschüre „Ich tausch nicht mehr“1, die sich mit einem ganz anderen Thema beschäftigt: nämlich den Erfahrungen damit, in Gemeinschaften Einkommen, Geld und Besitz zu teilen, als gelebte Alternative zum ganz normalen Leistungs- und Arbeitszwang im real existierenden Kapitalismus. Über deutschsprachige Email-Verteiler im linken Milieu mobilisierten wir dann für unser Projekt, wir gaben Workshops (z.B. auf dem wunderbaren Move Utopia Festival, das erstmals 2017 stattfand, oder auf der radical bookfair in Leipzig, auch 2017), und wurden zu Veranstaltungen und Radiosendungen eingeladen (z.B. vom Care Revolution Netzwerk in Leipzig und vom Make Capitalism History Radio). Wann immer wir in einen Austausch zu dem Thema gingen, merkten wir: Einerseits gibt es eine Menge Erfahrungen, wunderschöne und hässliche, und andererseits gibt es einen massiven Bedarf, sich zu dem Thema auszutauschen, Worte zu finden, sich mit den eigenen Zweifeln und Wünschen zu zeigen.

Nach einem Jahr hatten wir einige wunderbare Beiträge zusammen. Aber zu wenige für eine dicke Broschüre. Wir entschieden uns, diesen Blog zu machen. Er sollte wachsen und einen Dialog im Anschluss an die eigenen Beiträge ermöglichen. Das tat er. Wir freuten uns über jeden neuen Beitrag und eines Tages freuten wir uns besonders: Der Unrast-Verlag wollte gerne ein Buch zum Thema herausbringen – ob wir das machen wollten. Wir haben uns mit allen Autor*innen gemeinsam für das Buch entschieden. Das bedeutet, dass wir keine Schwester der geschätzten Broschüre zu nicht-kommerziellem Leben veröffentlichen und, dass die Autor*innen die Rechte an ihren Beiträgen vorerst abtreten müssen. Dennoch bleiben alle Beiträge auch zukünftig auf dem Blog, sodass der Dialog hier weitergehen kann.

Unser Wunsch ist, dass das Buch euch inspiriert. Vielleicht schmökert ihr euch alleine durchs Buch, vielleicht mit eurer Partnerin, vielleicht lest ihr euch in euren WGs und Hausprojekten die Beiträge an ein paar Leseabenden vor? Unsere Hoffnung ist, dass wir so allgemeinverständlich schreiben, dass wir möglichst alle Menschen in und um die linke Szene einigermaßen mitnehmen können, und dass vielleicht sogar eure eher unpolitischen Bekannten einen Schimmer davon kriegen könnten, was das alles soll. Ob das geklappt hat, werdet ihr uns sagen.

Almut & Nicola

1 Diese gibt es ausgedruckt zu beziehen oder online abrufbar unter https://ich-tausch-nicht-mehr.net/

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